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Vergabe der Glücksspiellizenzen im Norden angelaufen

Mai 18th, 2012

Nutzer im Bundesland Schleswig-Holstein haben ab nun die Gelegenheit, als Erste in der Bundesrepublik erlaubte Sportwetten bei virtuellen Betreibern zu setzen.

Der Innenminister des Bundeslandes sagte vor Kurzem, dass man im Norden schon erste Zulassungen an drei Betreiber von Glücksspiel zugeteilt hat. Die Lizenzen für „Betfair“, „Jaxx“ mit Sitz in Malta und dem „Oddset“ von „Nordwestlotto“ der Landeshauptstadt gelten nun 6 Jahre. Doch nur Nutzer, die auch im Bundesland wohnen, können von diesem Angebot Gebrauch machen.

In den folgenden Wochen geht man von der Zuteilung von noch mehr Zulassungen hinsichtlich des virtuellen Glücksspiels aus, so der Minister. Es haben neben den obengenannten Betreibern noch über 20 Unternehmen ihren Antrag vorgelegt. 14 hiervon sind an virtuellen Casinospielen, sprich Poker, Roulette und Co. interessiert; die Bewerbungen werden nun überprüft. Bis dato waren das Glücksspiel und die Sportwetten, welche von Betreibern aus dem privaten Bereich im Netz angeboten wurden, nicht gestattet.

Das Bundesland macht im Zuge der Erlaubnis von Sportwetten und Glücksspielen im Netz einen Alleingang. Hier wird, im Gegensatz zu anderen Ländern, eine nicht limitierte Zahl von Unternehmen eine Zulassung bekommen. Diese Regelung ist seit Anfang 2012 in Kraft. Die restlichen 15 Bundesländer kamen auf einen gemeinschaftlichen neuen Glücksspielvertrag überein, welcher die Summe der Betreiber auf 20 limitiert.

Vor zwei Jahren kippte der EuGH in Luxemburg die vorhandenen Glücksspielvertrag der Bundesländer; in diesem war das Glücksspiel von Betreibern aus dem Privatbereich im Netz untersagt. Diese Untersagung läuft folglich dem Recht der EU zuwider. Das neue Gesetz bedarf noch des Segens der EU und der einzelnen Landtage.

Jahresbilanz von Playtech sehr positiv

April 4th, 2012

Der Londoner Softwareanbieter Playtech, der insbesondere als Anbieter für Casinosoftware bekannt ist, kann auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurückblicken.  Bei der Herausgabe der Bilanz für das letzte Jahr konnte eine Steigerung der Gesamteinkünfte um 46%  im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden. Eine solche Steigerung der Einkünfte ist auch für einen Online Casinosoftware Anbieter wie Playtech besonders positiv und beeindruckend.

In Zahlen ausgedrückt sehen die Werte für das Softwareunternehmen wie folgt aus: Der Anstieg der Gesamteinkünfte um 46% ergibt in Zahlen 207,5 Millionen Euro. Einen Anstieg um 41% konnte für Playtech im Bereich des Bruttoeinkommens verzeichnet werden, was 243,6 Millionen Euro ergibt. Auch im Bereich der Gewinne und der Nettoeinkünfte konnte das Unternehmen ein Plus verzeichnen. Die Gewinne vor Zinsen, Steuern, Wertverlust und Abschreibungen stiegen um 22%b auf 125,5 Millionen Euro, während der Nettoprofit um 21%anstieg, was eine Summe von  112,8 Millionen Euro ergibt.

Das Interesse von Seitens Playtech am deutschen Glücksspielmarkt ist weiterhin groß. Das Unternehmen ist daher ein Joint Venture mit der deutschen Merkur Interactive GmbH eingegangen. Dieser Zusammenschluss schafft die Grundvoraussetzung für das britische Unternehmen, um im Falle einer deutschen Liberalisierung Zugang zum Online Glücksspielmarkt in Deutschland zu bekommen.

Wie bei vielen anderen Unternehmen auch besteht auch bei der britischen Firma Hoffnung, dass eine einheitliche Liberalisierung in Deutschland durchgesetzt werden kann, so dass dann auch Playtech als ausländisches Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit Merkur auf dem deutschen Markt Fuß fassen kann. Bisher ist es noch unklar, wie sich die Dinge für Deutschland in der Zukunft entwickeln werden, fest steht jedoch, dass die Legalisierung in Schleswig Holstein bereits stattfindet.

Mit der Bilanz des letzten Jahres wird die Marktstellung des Unternehmens Playtech deutlich hervorgehoben. Weitere Zusammenschlüsse und Joint Ventures sollen den Wirkungskreis des Unternehmens weiter ausbauen und die Stellung am Markt festigen, so der Vorsitzende des Unternehmens, Roger Withers. Playtech ist als Unternehmen darauf bedacht die Angebote im Bereich Online Glücksspiel nur auf regulierten Märkten vorzunehmen. Die bereits geschlossenen Verträge der Zusammenarbeit sollen die Vorarbeit sein, damit das Unternehmen im Falle der Liberalisierung direkt vor Ort durchstarten kann.

Der Online Glücksspielmarkt ist sehr schnelllebig und deshalb ist auch das Unternehmen Playtech darauf bedacht gute Qualität zu liefern und mit den eigenen Produkten auf dem neusten Stand zu sein. Der Ausblick für das Unternehmen sei durchaus positiv, so Withers. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass das Unternehmen weiter wachsen kann und die Kunden mit dem Angebot zufrieden stellt und so soll es auch in der Zukunft weitergehen, so der Vorsitzende.

Schleswig-Holstein will bald erste Glücksspiellizenzen vergeben

März 28th, 2012

Das nördlichste Bundesland in Schleswig Holstein ist noch mit einer Ausarbeitung einer Verordnung zur Überwachung befasst, doch man geht davon aus, dass die Lizenzen im Bereich des Glücksspiels in Kürze zugeteilt werden können.

Die übrigen Bundesländer müssen noch bis zur Stellungnahme der Europäischen Kommission warten. Die Landesregierung hatte geplant, bereits zu Beginn des laufenden Monats die Zulassungen für Betreiber von Poker und Glücksspiel bereitzustellen. Doch bislang tat sich noch nicht viel, denn die Verordnung zur technischen Überwachung liegt immer noch nicht vor.

Diese besagt, in welcher Form die Betreiber einer Kontrolle und Überwachung unterliegen. Der Vizevorsitzende der CDU im Landtag von Kiel ließ schon vorher anklingen, dass es Verzögerungen geben wird. Er sagte, dass man damit rechnet, dass es schon zu Beginn dieses Monat Zulassungen geben soll, doch zu welchem Tag ist nicht klar. Der Fraktionschef und bester Kandidat der FDP sagte, dass diese Verspätungen darauf zurückzuführen sind, dass dieses Gesetz aus juristischer Sicht völlig neu ist.

Das erforderliche Wissen müssen sich die Zuständigen erst einmal aneignen. Ungeachtet dessen geht er von einer baldigen Zuteilung der Zulassungen seitens des Ministeriums für das Innere aus. Anfang Mai gibt es im Bundesland Wahlen zum Landtag und die Machtkompetenzen im Norden könnten dabei anders werden. Auch wenn der Favorit der SPD schon mit Unternehmen in diesem Bereich gesprochen hat, sagte die Partei nicht zum ersten Mal, dass sie das etablierte Glücksspielgesetz wieder abschaffen will, sollte sie regieren. 

Schwarz und Gelb aber haben mit der Zuteilung der Konzessionen die Chance, ein Zeichen zu setzen, da die SPD fast keine Chance mehr hat, einmal zugeteilte Konzessionen wieder rückgängig zu machen, sie hätte satte Forderungen zum Schadenersatz der Anbieter zu erwarten, sollte das Gesetz abgeschafft werden. Die restlichen Bundesländer müssen noch ein wenig Wartezeit hinter sich bringen, da sie ihren relativ strengen Glücksspielvertrag erst absegnen, wenn sie das OK der EU haben, was aber noch nicht vorhanden ist. 

Wann die Kommission eine Stellungnahme dazu geben wird, ist noch unklar. Ein Abgeordneter des EU-Parlaments, der zudem bei der Erarbeitung des „Grünbuchs“ in Sachen virtuellen Glücksspiel auf europäischen Boden dabei war, sagt, dass die Kommission so ihre Zweifel hat. Dem wäre nicht so, wenn der neue Vertrag ihrer Ansicht nach mit den Gesetzen der EU zusammenpassen würde, denn dann wäre eine Zustimmung drin. 

Aber die Kommission hat immer noch die Option, vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen, welcher dann diesen Vertrag kippen kann. Der Herr hat bei der Kommission nachgefragt, ob sie dieselben Zweifel hinsichtlich des Gesetzes hegen wie er, bei der Antwort, die neutral ausfiel, konnte man erkennen, dass man in Bezug auf den Glücksspielvertrag der am 15.12. letzten Jahres unterschrieben und geändert wurde, gewisse Zweifel hat, besonders was die Zuteilung der Konzessionen angeht, die auch Berücksichtigung finden. 

Ungeachtet dessen möchte sie genau unter die Lupe nehmen, ob die vorgebrachten Verbesserungen gut dafür sind, die Zweifel auszuräumen. Manche Fachleute denken, dass das Dokument der übrigen 15 Bundesländer nicht mit dem Recht in der EU kompatibel ist. Im Norden ist man schon weitergekommen, denn dieses Gesetz erhielt schon lange von der EU grünes Licht.

Im Norden ist man der Meinung, dass der Entwurf der restlichen Bundesländer, was Glücksspiel angeht, nicht akzeptiert werden kann. 

Stefanie Hertreiter